
Das war ein ganz besonderer Start in den Arbeitstag für die Zustellerinnen und Zusteller von Post/DHL in Weilheim: Zum Arbeitsbeginn wartete eine schöne Überraschung auf die Beschäftigten. Eine Handvoll Engagierter von KAB, Betriebsseelsorge und CAJ waren am sogenannten „Black Friday“ in die Halle des ZSP (Zustellstützpunkt) zu einer „Wertschätzungsaktion“ zu Besuch gekommen.
Mit einer eigens für die Aktion gestalteten Postkarte sagten die Überraschungsgäste den Frauen und Männern in der Paketzustellung „danke“ für deren wichtige und wertvolle Arbeit. Betriebsseelsorger Andreas Kohl unterstrich in einer kurzen Rede, wie belastend die Arbeit in der Paketbranche – körperlich und psychisch – für die Beschäftigten zudem auch ist: Wegen den hunderten, teilweise sehr schweren Paketen, die jeder von ihnen täglich an die Türen der Häuser, Wohnungen und Geschäfte liefert; wegen des enormen Zeitdrucks, der im Zustelldienst den Arbeitsalltag diktiert und wegen der hohen Konzentration, die es braucht, um alles gut hinzukriegen.
Chris Halbich von der CAJ erklärte, warum für die Aktion gerade der „Black Friday“ ausgewählt wurde: Die Zigtausenden von zusätzlichen Online-Bestellungen an dem Tag, der mit zahlreichen Rabatten lockt, bedeute für die Zusteller noch mehr Stress in der Woche danach.
An der Aktionspostkarte waren auch „Goldkugeln“ aus Schokolade befestigt – ein Hinweis darauf, dass die Arbeit der Menschen in der Paketbranche „goldwert“ sei.
„Goldwert“ sei weiter, ergänzte Betriebsseelsorger Kohl, dass die Post/DHL-Beschäftigten direkt angestellt seien – im Gegensatz zu den Zustellern von Mitkonkurrenten wie Amazon, Hermes, DPD oder GLS. Diese würden ausschließlich mit Subunternehmen zusammenarbeiten, wo die Paketfahrer oft regelrecht ausgebeutet werden würden.
„Goldwert“ seien ebenso die Bezahlung nach Tarif, die Mitbestimmung durch Betriebsräte sowie die Rückendeckung der Gewerkschaft.
Die kirchlichen Gäste wünschten den Zustellerinnen und Zustellern am Ende, dass alle gesund und unfallfrei durch die „heiße Phase“ vor Weihnachten kommen mögen.
(Andreas Kohl)
Bild: Helmer