Internationaler Tag der Pflege 2026: Pflegekräfte stärken, um Leben zu retten

Der Internationale Tag der Pflegenden lenkt den Blick auf die dramatische Personalnot und Überlastung in der Pflege. Mehr als 75 Prozent der Krankenpflegefachkräfte und 67 Prozent der Altenpflegefachkräfte glauben, ihren Beruf unter den aktuellen Bedingungen bis zur Rente wahrscheinlich nicht ausüben zu können.  Das geht aus dem Index ‘Gute Arbeit’ des Deutschen Gewerkschaftsbundes hervor. Auch der Ver.di-Bundesvorstand warnt deshalb vor einer weiteren Verschärfung der Situation und betont die Notwendigkeit rascher Maßnahmen, um einen Pflegekollaps abzuwenden: „Ständige Überlastung und das schlechte Gewissen, kranke und pflegebedürftige Menschen nicht immer professionell versorgen zu können, treibt nach wie vor viele Pflegekräfte aus diesem wunderbaren Beruf”.
Seit 1965 ist der 12. Mai, der Geburtstag der britischen Krankenpflegerin und Vorreiterin der modernen Krankenpflege, Florence Nightingale, der Internationale Tag der Pflege.
Aus diesem Anlass besuchten Wolfgang Seidler (KAB Kempten) Anna-Maria Maul und Josef Haberkorn (Betriebsseelsorge Allgäu) am 12. Mai 2026 das ihrem Büro gegenüberliegende Alten- und Pflegeheim Wilhelm-Löhe-Haus in Kempten. Hierbei erhielten die 140 Mitarbeitenden der Einrichtung als Zeichen der Wertschätzung für ihre mit viel Herzlichkeit geleistete Arbeit ein sichtbares  Zeichen der Anerkennung für ihr Engagement, den liebevollen Umgang und den Einsatz für die zu Pflegenden und für alle Bewohner des Hauses. Zum einen haben wir für die Bewohner und Mitarbeitenden gut lesbar eine Dankes-Botschaft außen am Gartenzaun befestigt, zum andern waren wir auf den drei Stationen und haben für alle Mitarbeitenden 140 Tuben Handpflegecreme an die jeweiligen Stationsleitungen übergeben.
Der Dienst am pflegebedürftigen Menschen soll von Herzlichkeit, Würde, Wohltuen, Fürsorge und unter Wahrung der Würde der Menschen aber auch unter würdevollen Arbeitsbedingungen der Pflegekräfte geschehen.
Das Engagement für einen menschenwürdigen Arbeitsplatz, an dem es zuerst um den Menschen geht und dann erst um Profit und Gewinnoptimierung, bei dem die Arbeitenden sich in gegenseitiger Achtung solidarisch unterstützen, in ihrem Bereich selbstständig verantwortlich, ohne unnötige Bürokratie handeln und so dem Gemeinwohl dienen, ist immer schon das Ziel der Betriebsseelsorge und KAB. In diesem Sinne sollte jeder Arbeitsplatz das verwirklichen, wofür Papst Leo XIV steht, der seinen Papstnamen im Blick auf einen seiner Vorgänger sich quasi als Programm gewählt hat.

Für die Betriebsseelsorge und KAB in Kempten, Josef Haberkorn

Bild: Josef Haberkorn

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